RNBS #2/1 – URLAUB mit dem eigenem Pferd im Ausland

Wir haben es geschafft und sind eine Runde weiter! Jetzt heißt es: TOP 15!

Die neue Aufgabe in dieser Runde ist die Blogger-Prüfung – also das tägliche Brot für Jeden, der sich als Influencer behaupten will. Ich habe mich wahnsinnig über diese Aufgabe gefreut, denn recherchieren, bloggen, schreiben – genau das ist es, was ich liebe und weshalb ich auch dieses Magazin betreibe. Drei Themen standen zur Wahl: WINTER, SICHERHEIT & URLAUB. Keine Frage, WINTER wäre perfekt für uns gewesen. Es gibt hierüber nicht nur viel zu erzählen, sondern es passt auch perfekt in mein Lieblings-Thema die Pferdepflege. Und um ehrlich zu sein, liegt mir kein Thema ferner, als das Thema Urlaub! Aber: man kann sich schließlich auch als Blogger nicht immer aussuchen, was einem am besten liegt. Doch einen guten Blogger macht vor allem eins aus: authentisch sein! Also habe ich mir für ein ganz bestimmtes Thema im Bereich URLAUB jemanden an meine Seite geholt, die hier aus eigener Erfahrung berichten und erklären kann, wie es geht!

MIT DEM PFERD NACH HOLLAND

Das hieß es vor einiger Zeit für die liebe Janina, die auf Instagram ein wachsendes Instagram-Profil betreibt und sich vor Kurzem mit JUMPIN‘ MEDIA auch im Bereich Medienbetreuung und Digitales Marketing selbstständig gemacht hat. Hierüber haben wir uns kennengelernt und mir war sofort klar, dass sie mein perfekter Ansprechpartner für dieses Thema ist. Es ist der Traum schlechthin eines jeden Pferdemädchens: mit dem eigenen Pferd am Strand entlang galoppieren! Was eigentlich ziemlich simpel klingt, erscheint auf den zweiten Blick dann doch etwas komplizierter. Man macht sich vermutlich gar nicht so viele Gedanken, was man alles beachten muss und welche Richtlinien man einhalten muss, wenn man mit dem Pferd ins Ausland reist, doch nach dem Gespräch mit Janina wurde ich eines Besseren belehrt. Mein kleines Interview mit Janina könnt ihr hier nachlesen:

Du warst vor einiger Zeit mit Deinem Frodo am Meer in Holland. 

Wie kam es überhaupt dazu?

Eigentlich hab ich schon mein ganzen Leben lang davon geträumt einmal mit Pferd am Strand zu reiten. Als Frodo zu mir kam, war das dann zwar schon gar nicht mehr so weit weg, aber dennoch irgendwie nicht richtig realisierbar. Meine Freundin Luisa und ihr Rici von @ricilu brachten mich erst dazu. Sie wollten das zweite Jahr in Folge ans Meer fahren und fragten mich, ob wir nicht mitkommen wollen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt weder Hängerführerschein, noch Anhänger, sodass ich sowieso auf jemanden angewiesen war. Mit Luisa hatte ich eine erfahrene Pferde-Urlauberin an meiner Seite und so konnte die Reise beginnen.

Wie bist Du gerade auf das Reiseziel Holland gekommen?

Ich habe mich natürlich vorab informiert wo man „schön“ mit seinem Pferd Urlaub machen kann. Nicht nur der Ort ist entscheidend, auch die Entfernung. Ich habe das Glück in einer Region Deutschlands zu leben, von der man tatsächlich Richtung Nord-Westen relativ schnell ans Wasser kommt. Wir fahren „nur“ 6 Stunden mit dem Hänger nach Holland ans Meer. Der Vorteil an Holland, man muss nicht mit einer Fähre fahren, denn das wollte ich meinem Pony nicht so gern antun. Fehmarn war tatsächlich auch eine Option. Da wäre der Weg aber um einiges länger gewesen und wir hätten mit einer Fähre übersetzen müssen.

Wieviel Zeit hat es gebraucht – von der ersten Idee, bis Du in Holland angekommen bist?

Wir haben relativ früh angefangen zu planen. Zu aller erst haben wir eine gute Unterkunft für die Ponys gesucht. Das war uns wichtiger, als unsere eigene. Gebucht haben wir alles ca 5 Monate vor Abreise. Also man kann sagen, dass wir dann ein halbes Jahr nach der ersten Idee in Holland waren. 

Muss man bestimmte Dinge, rechtliche Anforderungen und Fristen beachten, wenn man mit seinem Pferd ins Ausland verreisen möchte?

Das Pferd muss vom jeweilig zuständigen Veterinäramt deines Bundeslandes untersucht werden. Achtung, die Untersuchungsbescheinigung darf nicht älter als 48h vor Reisebeginn ausgestellt werden. Das ist beim Reisen mit Pferd in den EU-Mitgliedstaaten zwingend vorgeschrieben. Außerdem ist es natürlich wichtig den vollständig ausgefüllten Equidenpass deines Pferdes mitzuführen, aber das sollte man ja sowieso immer, auch wenn man in Deutschland mit seinem Pferd unterwegs ist.

Was ist Deine Empfehlung für die beste „ins-Ausland-mit-Pferd-Ausrüstung“?

Definitiv eine Reiseapotheke für Pferd & Reiter mit allen wichtigen Medikamenten, denn im Ausland ist die medizinische Versorgung meist ganz anders als in Deutschland. In Holland haben wir das Glück, dass es viele sehr gute Tierärzte gibt, da Holland ebenso wie Deutschland eine Reitsportnation ist. Dennoch kann man sich nie sicher sein wen man im Notfall erreicht und daher ist eine große Reiseapotheke für mich die aller größte Empfehlung!

Hattest Du einen Notfallplan, falls mal etwas schief gelaufen wäre oder Frodo krank geworden wäre?

Nein, einen richtigen Notfallplan hatte ich nicht. Wäre Frodo sehr krank geworden, wäre ich sofort mit ihm abgereist. Ich denke man kann sich auf vieles vorbereiten, aber eben nicht auf alles und mit einem Pferd hat man sowieso immer ein sehr großes Risiko im Schlepptau, dass doch etwas passieren kann. Es ist nunmal ein eigenständiges Lebewesen. Ich denke man darf sich nicht zu viele Gedanken machen. Es ist wichtig, dass man gewisse Vorkehrungen trifft, beispielsweise einen Tierarzt vor Ort raussucht oder eine Pferdeklinik ausfindig macht, dass man im Fall der Fälle weiß, an wen man sich wenden kann. 

Deine ultimativen Tipps für längere Reisen mit Pferd (unabhängig ob ins Ausland oder Inland)?

Ich habe Frodo eine Woche vor Abfahrt zu Hause die Bachblüten „Anti Stress“ gefüttert. Die habe ich dann auch den ganzen Urlaub täglich weiter gegeben und ich hatte ein gutes Gefühl. Natürlich ist es so, dass Homöopathie nur bedingt hilft, aber ich glaube daran und ich habe den Eindruck gehabt, dass Frodo die Reise und besonders die langen Hängerfahrten sehr sehr gut überstanden hat. 

Hast Du Dich selbst auch auf die Reise vorbereitet?

Ich habe zu aller erst Packlisten geschrieben. Für mich und für Frodo. Es ist super wichtig an alles zu denken, denn man weiß nie ob man im Ausland so schnell an etwas kommt, das man womöglich zu Hause vergessen hat. Ansonsten muss ich gestehen, habe ich mich gar nicht groß vorbereitet, denn ich wusste überhaupt nicht was auf uns zu kommt und wie wir uns darauf hätten vorbereiten können. So ein Strandurlaub ist komplett neu und anders für die Pferde. Die Weiten am Strand beeindrucken die Pferde doch ganz schön und da sie sowas noch nie gesehen haben reagieren die meisten ganz anders als ihre Reiter es erwarten würden. So war es auch bei mir. Frodo war in den ersten 2 Tagen ein ganz anderes Pferd und ich hätte zu Hause nichts anders machen können um das irgendwie zu verhindern.

Was denkst Du, wie war die Reise für Frodo?

Ich glaube Frodo hat es sehr gefallen. Er stand den ganzen Tag auf einer grünen Wiese bei schönstem Wetter. Es waren jeden Tag sonnige 24 Grad und es hat ein kalter Wind geweht. Am Strand konnte er so richtig die Sau raus lassen und kilometerweit galoppieren. Das können wir so hier zu Hause leider nirgendwo. Er hat jeden Tag das beste Heu bekommen und super klare, gesunde Luft eingeatmet. Durch die „andere“ Bewegung waren seine Beine so klar wie noch nie. Er sah schon nach 3 Tagen so unglaublich fit und gesund aus. Es war für mich unglaublich wie schnell sich ein Pferd verändern kann und sich an neue Situationen gewöhnen kann. Für ein Pferd ist das lange galoppieren am Stand und das tiefe einatmen dieser gesunden Meeresluft wie eine Kur und ich werde das nächstes Jahr wieder machen!

Mal ganz ehrlich: jede Reise – egal wohin – mit Pferd ist immer ein bisschen kostspielig und sollte immer etwas finanziell abgesichert sein. Hast Du eine Empfehlung, wieviel man ansparen oder für den Notfall auf der Seite haben sollte?

Wir haben für die Ponys einen sehr guten Stall gefunden und waren bereit etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, dafür aber an der Unterkunft für uns zu sparen. Man kann immer ein bisschen was sparen, zum Beispiel auch am Essen. Man muss ja nicht jeden Tag essen gehen, sondern kann sich auch mal etwas eigenes kochen. Uns war wichtig, dass es den Ponys an nichts fehlt. Insgesamt hat mich der Urlaub 500,- gekostet und da war alles dabei. Ganz wichtig ist aber, dass man sich dennoch Geld beiseite legt, falls etwas unerwartetes passiert. Krankheit, Verletzung, Autopanne… damit muss man immer rechnen. Für mich eine sehr gute Investition, denn was ich aus diesem Urlaub mit nach Hause genommen habe ist so viel mehr wert als alles Geld der Welt. 

Vielen Dank an Janina, dass Du Dir die Zeit genommen hast, ein paar Fragen zu beantworten und für die Bereitstellung der Bilder. Vielleicht konnten wir ja gemeinsam den Ein oder Anderen motivieren, das Projekt Urlaub mit Pferd zu starten?

Falls ihr mehr über Janina erfahren wollt, könnt ihr sie auch auf ihrem Instagram-Account @freaky.frodo besuchen!

Die Bilder hat gemacht: jfx pictures

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