Mähne und Schweif – Tipps und Tricks

Es gibt es in kurz oder lang, in dicht oder dünn, in gewellt oder glatt. Die Farbe gibt’s in blond, in braun, in schwarz, in weiß und grau, in rot oder bunt gemischt: das Langhaar unserer Pferde!

Als kleines Pferdemädchen träumen wir alle davon, unseren Ponys tolle Zöpfe in die lange Mähne zu flechten und den dichten Schweif täglich mit der Hand zu verlesen. Jetzt, da wir groß geworden sind, werden die Zöpfe aber nur noch fürs Turnier geflochten, die Mähen ansonsten eher kurz geschnitten und der Schweif wird mal eben schnell durchgebürstet. Dabei braucht gerade das sehr sensible Langhaar ganz sorgsame Pflege.

In der Reitschule wurde mir früher immer gesagt, „ein Schweifhaar braucht sieben Jahre, um komplett nachzuwachsen“. Deshalb waren wir immer super vorsichtig, haben den Schweif nicht gebürstet sondern verlesen und haben jedes einzelne Schweifhaar, das ausgefallen ist, zu einem kleinen Bündel gesammelt. Und daran ist gar nicht so viel falsch: bis ein Schweifhaar nachgewachsen ist, kann wirklich unglaublich viel Zeit vergehen. Manche Bürsten ziepen und reißen so viele Haare raus, dass der Schweif bei täglichem Bürsten ganz schön viel Haar lassen muss. Starte doch mal den Selbstversuch: sammle alle Haare aus Deiner Bürste innerhalb einer Woche zusammen. Du wirst sehen, da kommt ganz schön was zusammen!

Die Haarpracht Eurer Pferde liegt uns sehr am Herzen und deshalb haben wir uns über dieses Thema besonders Gedanken gemacht – und Mähnenbürsten in drei verschiedenen Größen entwickelt. Die Mähnenbürsten bestehen aus weichen Kunststoffborsten, die in ihren unterschiedlichen Längen ideal an die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mähne und Schweif angepasst werden kann.

Mähnenbürsten mit 3cm-Borsten

Die Kleinste aus der Runde ist für das Grobe zuständig. Durch ihre kurzen Borsten ist sie sehr robust und bürstet groben Dreck oder Verkrustungen vom letzten Schlamm-Bad aus dem Langhaar, ohne es herauszureißen.

Mähnenbürsten mit 5cm-Borsten

Die Heldin für den Alltag ist unsere Mähnenbürste mit 5cm langen Borsten. Sie eignet sich optimal, das Langhaar zu entwirren und zaubert gleichzeitig Glanz!
Für die Pflege der Mähne setzt Du dabei ganz oben am Mähnenkamm an und gleitest mit ein wenig Druck bis in die Haarspitzen. Zwischendurch kannst Du auch mit den Fingern kurz durch die Mähne fahren, um die Mähne in die richtige Richtung zu legen.

Für den Schweif gibt es einen kleinen Trick: dreh den Schweif ganz eng ein, bis nur noch die Spitzen unten raus schauen. Ich lege mir die Spitzen dann immer auf den Oberschenkel und bürste darüber. Der Effekt ist derselbe wie bei der Mähne: die Borsten entwirren das Haar und bringen es gleichzeitig zum Glänzen! In kleinen Schritten löst Du dann immer mehr Haar aus dem Schweif-Strudel, bis Du ganz oben angekommen bist. Zum Schluss kannst Du dann von oben bis unten noch einmal durch das Haar bürsten – jetzt geht es ganz einfach und schonend.

Mähnenbürsten mit 8cm-Borsten

Der Alltagsheld und fast Alleskönner unter den Bürsten. Mit dieser Bürste kannst du „schnell mal drüber putzen“, das Pferd nach dem Wälzen lassen entstauben und besonders dichtes Langhaar entwirren. Beim Schweif gehst Du dabei genauso vor, wie oben beschrieben.

So viel zur Theorie – und jetzt geht’s los zur Praxis! Bitte bedenkt aber: natürlich gibt es sowohl im Schweif, als auch in der Mähne bereits abgebrochene Haare oder so stark verknotete Haare, die dennoch bei der Pflege abbrechen können. Allerdings wird durch die sorgsame Pflege und Vorsicht die Anzahl der Haare um ein deutliches minimiert gegenüber einer gewöhnlichen Haarbürste.

Bilder: Lisa Sophia Fotografie

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