Fellwechsel – Bierhefe?!

Hallo Fellwechsel …

 

… da bist Du ja wieder! Im Oktober habe ich bereits von Dir gesprochen, allerdings hast Du dort das Fell ans Pony gebracht – jetzt klebt es nur noch an mir.

Auch wenn das jetzt hart klingt, aber ich glaube, es gibt wirklich niemanden, der Dich mag. Du bist anstrengend für die Pferde, Dank Dir fliegen überall Haare durch den Stall und die für dieses Wetter perfekten Fleece-Jacken werden schnell zum Alptraum! Allerdings hast Du auch ein Positives: Du schenkst uns dadurch ein bisschen mehr Zeit im Stall mit unseren lieben Pferden.

Damit haben wir bereits den großen Unterschied zum Fellwechsel im Herbst geklärt: Dieses Mal kommt das Fell, um zu gehen!

Für die Pferde ist auch dieser Fellwechsel sehr anstrengend, der komplette Organismus stellt sich um und arbeitet ununterbrochen. Manche Pferde kommen damit besser klar als Andere. Vor allem ältere Pferde haben hierbei Probleme. Bei ihnen kann es passieren, dass das Fell stumpf wird, sich schuppt und das Pferd an sich auch einen sehr matten Eindruck macht. In diesem Fall müssen wir unser Pferd zusätzlich unterstützen – auf die gleiche Art und Weise wie im Fellwechsel auf das Winterfell.

Immer wieder liest man im Zusammenhang mit dem Fellwechsel von Bierhefe.

Aber was ist das eigentlich?

Hefen sind so kleine einzellige Organismen, dass sie nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Die Bierhefe, auch Saccharomyces cerevisiae carlsbergensis genannt, ist für unsere Ernährung und die der Pferde am besten geeignet. Bierhefezellen gehören zu der Gruppe der nützlichen Mikroorganismen, die unter anderem zum Bierbrauen genutzt werden. Allerdings ist Bierhefe für vieles mehr gut, als nur zum Bierbrauen. Schon im alten Ägypten wurde Bierhefe als Nahrungs- und Heilmittel zur Stärkung des Immunsystems genutzt. Sie ist ein hochwertiger Lieferant für (Eiweiß-) Aminosäuren und Mineralien, Vitamin-B und Selen. Genau diese Mineralstoffe werden vor allem beim Stoffwechsel und beim Haarwachstum benötigt.

Ich kenne Bierhefe schon eine ganze Weile, bei Damiro hatte ich schon immer wieder Probleme mit Kotwasser. Auch auf die Darmflora wirken sich die Hefekulturen sehr positiv aus und helfen, diese wieder aufzubauen. Man empfiehlt Bierhefe als Kur bei akuten Problemen oder kurz vor und während des Fellwechsels (ca. drei Monate) – bei Dauerpatienten kann es aber auch langfristig gefüttert werden. Seit mittlerweile mehr als einem Jahr füttere ich die Bierhefe der Fa. Migocki in Pelletform.

Um nähere Information aus direkter Quelle zu erhalten, habe ich beim Inhaber der Fa. MIGOCKI Tierernährung André Migocki persönlich nachgefragt, was z. B. seine Bierhefe besonders macht. Da reine Bierhefe eigentlich einen sehr bitteren Geschmack hat, besteht diese Bierhefe aus Bierhefe und Biertreber und hat dadurch eine hohe geschmackliche Akzeptanz. Sie ist staubfrei und melassefrei gepresst. Durch die Pellet-Form ist sie sehr einfach zu dosieren – und ich persönlich bevorzuge Pellets auch dem Pulver, da ich dann auch wirklich weiß, dass das Futter im Pferd landet. Bierhefe ist ein hochwertiger Lieferant für B- Vitamine, nativem Selen (Selen natürlichen Ursprungs) und Aminosäuren.

Bierhefe kann ein toller und kurzfristiger Problemlöser sein, der auch das ganze Jahr über gefüttert werden kann. In Fellwechsel für mich ein Absolutes Muss zur individuellen Unterstützung! Bei jedem akuten Problem sollte aber unbedingt ein Tierarzt hinzugezogen werden und die genauen Probleme abgeklärt werden.

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